Holy Shit Ale im Test – Fazit & Meinung

Holy Shit Ale von Schoppe Bräu

Holy Shit Ale! Oder was soll man sonst sagen, wenn man ein Indian Pale Ale mit 10 % Alkohol zum Testen und trinken auf dem Tisch stehen hat? Aber die Bezeichnung habe ich mir nicht ausgedacht, sondern der Braumeister des Holy Shit Ale. Angeblich soll Braumeister nach dem ersten probieren des Suds so etwas gesagt haben. Geschmacklich muss es ihn wohl so gut überzeugt haben, das der Name des Bieres sofort gefunden war und Bestandteil des Biere blieb. Doch wer braut ein so spezielles Bier?

Schoppe Bräu – Wer ist das?

Der Kopf und Braumeister der Schoppe Bräu aus Berlin ist Thorsten Schoppe, der seit 1994 Bierbrauer ist. Seit 2001 ist er noch Brauereiingenieur und gibt seit fast 20 Jahren Braukurs in seiner kleinen Brauerei. Thorsten Schoppe hat schon Craft Biere gebraut, als es in Deutschland noch kein Thema war. Man könnte also behaupten, das Thorsten Schoppe mit einer der wenigen wirklichen Wegbereiter von Craft Bieren in Deutschland ist. Und das zu Recht so ist, beweist er mit seinem reichhaltigen Craft Bier Angebot seiner kleinen Brauerei. Unter anderem mit dem Holy Shit Ale heute hier in der Verkostung.

Holy Shit Ale – Optik & Design

Will man beim Holy Shit Bier von Optik und Design sprechen, muss man erst mal „Holy Shit“ sagen. Auf dem Etikett ist frontseitig ein Totenkopf zu sehen, wie man ihn vom Totenfest in Mexiko kennt. An diesem Tag werden die geliebten, aber Toten Menschen geehrt und gefeiert. Den Totenkopf auf der Bierflasche kann man damit sehr gut vergleichen. Denn Das Holy Shit Ale will man nicht trinken wie ein Bier, man will es zelebrieren. Mir gefällt das Design ganz gut, weil der Totenkopf sehr gut in Verbindung mit der Bezeichnung Holy Shit Ale geht. Dafür das es eine kleine Brauerei in Berlin ist, macht man sich sogar die Mühe den Kronkorken zu labeln, was ich besonders gut finde. So habe ich wieder einen weiteren Kronenkorken für meine Kronenkorkensammlung. Ansonsten findet man alles weitere auf dem Etikett, wie den Alkoholgehalt von 10 % der ich absolut neugierig macht.

Geschmacklich muss das Holy Shit Ale irgendwo bei würzig, bitter mit fruchtigen Aromen liegen mit einem IBU Wert von ca. 100 . Während bei den ersten gebrauten Holy Shit Ales noch 5 Hopfensorten verwendet wurden, kann man auf dem jetzigen Ale nur noch 3 Hopfensorten nachlesen. Einmal Magnum (hauptsächlich zur Bitterung), Cascade (blumiges und würziges Aroma) und Chinook Hopfen (starker Grapefruitcharakter). Kommen wir zur Verkostung.

Holy Shit Ale von Schoppe Bräu Rücketikett
Holy Shit Ale von Schoppe Bräu Rücketikett

Holy Shit Ale – Antrunk & Geschmack

Der erste Antrunk ist geballt in Geschmack. Man hat sofort ein starkes Hopfen und Malz Polster auf der Zunge, begleitet von Würze und fruchtigen Nuancen. Man kann im ersten Moment gar nicht sortieren was man alles auf der Zunge und am Gaumen schmeckt. Erst mit einem weiteren Schluck schmeckt man das kräftige Hopfen Polster, begleitet von einer leichten Malz Note, die sich mit einer fruchtige Geschmackksnote abwechselt. Im Abgang kommt das geballte Hopfen Polster nochmals zur Geltung und legt sich am Gaumen wieder. Wann immer man noch einmal nach schmeckt, kann man das kräftige Hopfen Polster am Gaumen nach schmecken. Das Holy Shit Ale hat tiefe und wird nie langweilig. Ich habe sogar den Eindruck, das das Holy Shit Ale sich im Verlauf der Temperatur noch einmal im Geschmack anpasst. Man schmeckt von Schluck zu Schluck immer wieder neue Eindrücke, was das Holy Shit Ale in meinen Augen nie langweilig macht.

Holy Shit Ale – Fazit & Meinung

Das Holy Shit Ale ist ein Craft Bier das gefällt und seinen Namen zu Recht trägt. Ich habe noch kein Ale getrunken, das mich so gereizt hat. Man war von der Fülle des Geschmacks überrascht, aber auch von der Leichtigkeit des Ales. 10 % Alkohol die man nicht schmeckt, aber eine Geschmackssensation auf der Zunge hinterlassen. Ich sage Respekt an den Brauer für dieses Wagnis des Bier brauens, aber auch Danke für dieses Geschmackserlebnis. Probiert einfach mal das Holy Shit Ale und sagt mir in den Kommentaren, wie es euch geschmeckt hat.

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