Herforder Weihnachtsbier im Test-Fazit & Meinung

Herforder Weihnachtsbier in der 0,33 Liter Steini Flasche

Heute haben wir mal das Herforder Weihnachtsbier in der Verkostung. Sicherlich ist Weihnachten schon vorbei. Doch wer sagt eigentlich was wir wann trinken dürfen? Niemand. Richtig. Deshalb heute auch das Herforder Weihnachtsbier. Sammeln wir kurz ein paar Hintergrundinfos zum Weihnachtsbier aus Herford. Das Herforder Weihnachtsbier wird in der Herforder Brauerei Mitte des Jahres schon gebraut, damit es bis zum Verkauf zu Weihnachten noch etwas reifen kann. Das MHD wird auf meiner der 0,33 Liter Steini Flasche mit Juni 2018 angegeben. Wer es von euch noch nicht wußte, die Herforder Brauerei gehört mit zur Warsteiner Gruppe, die aktuell nicht vom positiven Branchentrend im Biervertrieb profitieren konnten. Im Vergleich zum Jahr 2015 lag der Absatz von Warsteiner bei minus 3,8%, während fast alle anderen Marken Zuwachs vermelden konnten.

Herforder Weihnachtsbier – Optik & Design

Entgegen dem aktuellen Trend, setzt die Herforder Brauerei nicht auf 0,33 Liter Longneck Flaschen, sondern eher auf die alten traditionellen 0,33 Liter Steini Flasche. Die Flaschen trägt ebenfalls als Relief die Initialen der Herforder Brauerei. Gefällt mir, weil das einfach mal etwas aus der Reihe fällt. Das Frontetikett ist dunkelrot und einfach gehalten. Auch der Trinkspruch:“Hopfen und Malz – Gott erhalt´s“ fällt sofort ins Auge. Der Trinkspruch stammt noch aus dem Mittelalter, wo es nicht alltäglich war, ein gut gebrautes Bier zu trinken. War es dann doch einmal so, wurde das Bier mit dem Trinkspruch gepriesen. Schauen wir uns die Flasche weiter an. Der Kronenkorken ist ebenfalls in dunklen Rot gehalten und mit „Herforder Weihnacht“ gelabelt. Mir gefällt das Winterbier optisch schon mal ganz gut. Interessant finde ich speziell das Rücketikett. Mich erinnert das ein wenig an die Störtebeker Brauerei. Auf dem Etikett findet man zusätzliche Infos zur Farbe (32 EBC), die Stammwürze und Infos zur Bittereinheit (21 IBU). Ich finde und halte es für gute Angaben für den Bierkenner. So kann er sich schon an Hand dieser Angaben ein Bild von dem Bier machen.

Herforder Weihnachtsbier
Herforder Weihnachtsbier

Herforder Weihnachtsbier – Antrunk & Geschmack

Mit der Nase kann man die Bitterkeit des Hopfens und des Malzes gut riechen, während die Bitterkeit den Malz überwiegt. Der erste Antrunk ist erstaunlich malzig, mit einer leichten Hopfigkeit im Hintergrund. Im weiteren Verlauf verschwindet die malzige Note und wird durch den Hopfen komplett abgelöst. Er jetzt kommt das malzige, zopfig herbe Polster gemeinsam richtig in Schwung. Für einen Moment kann man das Alkoholvolumen von 5,8 % am Gaumen schmecken. Doch so schnell wie das Polster sich aufbaut, verschwindet es auch schon wieder im Abgang.

Herforder Weihnachtsbier – Fazit & Meinung

Weniger ist manchmal mehr. An sich ist das Herforder Weihnachtsbier kein schlechtes Bier. Doch leider kann man das Alkoholvolumen von 5,8 % schmecken, was das Weihnachtsbier eher rau, statt leicht und Weihnachtlich macht. Die Kombination von Malz und Hopfen ist in meinen Augen auch nicht perfekt getroffen worden. Es herrscht keine Harmonie zwischen Malz & Hopfen beim Herforder Weihnachtsbier. Entweder dominiert die Bitterkeit oder der Malz überwiegt den Geschmack. Man kann das Herforder Weihnachtsbier gern einmal trinken, aber das war es dann auch schon. Wenn ich das Bier auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten müßte, würde ich dem Herforder Weihnachtsbier eine 2,5 – 3 geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.