Molkenerzeugnis:Energy Drink deshalb Pfandfrei

Alkoholfrei-ist nicht gleich alkoholfrei

Molkenerzeugnis:Energy Drink deshalb Pfandfrei

Viele von euch werden sich sicherlich fragen, warum sind diese und jene Energygetränke mit 0,25 Cent gepfandet und andere wiederum nicht. Wie kann das sein oder wie ist das eigentlich möglich? Ganz einfach. Alle Energy Getränke die als Molkenerzeugnis einen 51 % Anteil in den Zutaten haben, sind von der DPG (Deutsche Pfandgesellschaft) Pfandpflicht ausgeschlossen. Somit kann die Industrie den seit 2003 eingeführten “DPG” Pflichtpfand von 0,25 Cent umgehen. Somit verkauft sich ein Produkt als Molkenerzeugnis garantiert besser als Getränke mit zusätzlichen Pfand. Die Getränke Industrie profitiert dabei natürlich doppelt. Zum einem haben sie den vorgeschriebenen Dosenpfand umgangen und auf der anderen Seite können sie Ihre Produkte anstatt für 0,99 Cent zuzüglich Pfand – nun für 0,99 Cent verkaufen. Denn was sieht an der Kasse am Ende besser aus? 0,99 Cent zu zahlen für ein Energy Getränk als Molkenerzeugnis oder rein weg Energy Getränk für 1,24 Euro? Letztlich muss das der Kunde entscheiden. Nur sollte der Kunde wissen, das Energygetränke als Molkenerzeugnis keinen Mehrwert haben. Der Anteil von 51 % ist nur enthalten, um den Pflichtdosenpfand zu umgehen. Geschmacklich bewirkt der Zusatz rein gar nichts.

Sollten Energygetränke als Molkenerzeugnis bepfandet oder verboten werden?

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INFO:Die Pfandpflicht gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2003 für Einwegverpackungen von Getränken. Auch wenn das System in Deutschland teilweise umgangssprachlich als Dosenpfand bezeichnet wird, ist die richtige Bezeichnung Einwegpfand. (Quelle: de.wikipedia.org)

Doch die Industrie wollte sich mit dem Pflichtpfand nicht einfach so auseinandersetzen. Lange hat man hin und her überlegt und dann letztlich doch noch ein Schlupfloch gefunden. Alle Getränke mit 51 Prozent Anteil als Molkenerzeugnis sind nicht mehr nach dem Pfandgesetz bepfandet, sondern Pfandfrei. Ich persönlich halte nicht viel von Getränken mit Molkenerzeugnis als weitere Zutat, da dieser Anteil im Getränk vorhanden, aber nicht zu schmecken ist. Was hältst Du von dieser Problematik? Ist es Dir egal oder eher nicht? Findest Du es richtig das die Undustrie solche Schupflöcher nutzt? Mach doch bitte bei der Umfrage zum Thema Molkenerzeugnis mit. Danke.

2 Kommentare

  • Valentine

    Okay, hat sich meine Frage beantwortet mit diesem Artikel, ob es tatsächlich unterschiedliche Zutaten gibt.
    Ich muss allerdings widersprechen – da ich vor kurzem den OK.- Energy probierte und im Nachgeschmack Milch rausschmeckte. Erst dachte ich mir nichts weiter, aber das war bei jedem Schluck so. Habe dann auf der Dose das mit dem Molkenerzeugnis gelesen. Ich bin seitdem immer wieder mal am nachschauen ob ich den Energy zu kaufen kriege, aber ist leider schwierig. Finde den allgemein auch sehr lecker und das als absoluter Booster Fan. Ich kannte den OK zwar schon aus den schwarzen Dosen, aber da war das nicht so mit dem Milchgeschmack. Habe das erst bei den St.Pauli Dosen gehabt.

    • Mirko Drescher

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Sicherlich kann man die Molke ab und an schmecken, ich denke das hängt einmal vom Energy Drink ab und auch von der Sensorik die ein jeder Konsumer / Verbraucher hat. Im Prizip soll man die Molke natürlich nicht schmecken oder wenn, nur ganz leicht. Vorgergründig ist das umgehen des Pfandes für die Energydrinks und weniger der Geschmack. Ich werde mich mal schlau machen wegen dem OK Drink. Da er aber auch mit Molke ist, denke ich , das es sich um ein Nischenprodukt mit einer kleinen Auflage handelt. Wenn du mehr weißt, lass es mich bitte wissen.

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